Kochen

Rezept: Pilz-Stroganoff

Wer kennt sie nicht, die kleinen Kochbüchlein vom Grabbeltisch in den Buchgeschäften. Die dutzenden GU-Bücher zu den Trends der letzten Saison, die „100 besten Rezepte aus Transsibirien“, „Otto Normalverbraucher kocht seine besten Gerichte“ und noch viel mehr. Neben viel Blödsinn sind aber immer gerne mal ein paar gute Bücher um unter € 3 zu haben, darunter eines meiner meistgenutzten Kochbücher für Rezepte und Inspirationen, „Beste Rezepte. Vegetarisch. Kochen in über 100 Varianten“ aus dem Parragon Verlag.

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Es ist voller simpler und kreativer Rezepte, die sich leicht nachkochen lassen und auch Fleischtigern oft den Mund wässrig machen.

Eines dieser Rezepte, ein sehr schnelles und einfaches Pilz-Stroganoff mit Reis will ich euch vorstellen.

Zutaten: (mehr …)

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Rezept: Süßkartoffel Türme (Sweet Potato Stackers) mit Tomaten-Salsa

Süßkartoffeln – So gut, so günstig, auf den ersten Blick so wenig gute Rezepte. Deshalb auf zu USA-Kulinarisch und dort ein Süßkartoffel-Rezept rausgesucht.

Zutaten:

  • 500g Süßkartoffeln
  • 2 EL Butter, geschmolzen
  • 4 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Rosmarin
  • 1/3 TL Thymian
  • 1 Knoblauchzehe, zerdrückt
  • 50g Käse, gerieben (im Rezept Parmesan, wir hatten nur Gouda, war auch lecker)
  • Salz, Pfeffer

(entnommen und modifiziert von USA-Kulinarisch)

Zubereitung

1. Die Süßkartoffeln schälen und hobeln – außer natürlich man hat einen V-Hobel oder ein ähnliches Gerät mit dem man gefühlt im Nanometer-Bereich hobeln kann.

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2. Mit der Butter, dem Öl und den Gewürzen vermischen, ordentlich Salzen und Pfeffern, den Käse dazu und noch einmal gut durchmischen.

3. In Förmchen füllen. Wenn man eher kleinere Süßkartoffeln hat, bieten sich etwa Muffinformen an, wir benutzen für so etwas unser Zenker Special Creative für Mini-Kuchen. Die Masse ergab genug Material für 6 Stück, die Form vorher mit Öl einzureiben ist nicht nötig, da die Maße so viel Fett hat.

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4. Die Türmchen bei 180 (Ober-Unterhitze) circa 45 Minuten backen. Die letzten Minuten eventuell den Grill einschalten damit die Oberste Schicht richtig schön kross wird.

5. Mit einem Löffel aus der Form nehmen und genießen. Dazu gab es noch eine einfache Knoblauch-Soße (250g Sauerrahm, 1 Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer, 1/4 TL Koriander und Schnittlauch) und eine Tomaten-Salsa (100g Tomaten hacken, 1 kleine Zwiebel fein hacken, 1 EL weißen Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer, 1/4 TL Koriander und etwas Chili vermengen) als Resteverwertung. Wohl bekomms!

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Rezept: Leichte Paellapfanne mit Hähnchen, Paprika & Erbsen

Ein leichtes Sommergericht um Reste zu verkochen. Hühnerbrüste sind immer im Gefrierschrank, Erbsen sowieso, und so bekommt na die Roten Paprika weg. Und Paella geht sowieso immer. Endlich mal dieses Rezept von Chili und Ciabatta verkocht.

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Zutaten:

  • 2 Hähnchenbrustfilets
  • je 1 Tl. scharfes und süßes Paprikapulver
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 große Rote Paprika (~250g)
  • 4g Safran
  • 50g Risottoreis / Rundkornreis
  • 75g Erbsen
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl, Zitronensaft, Petersilie
  • 250ml Gemüsebrühe

(Modifiziert von Chili und Ciabatta)

Zubereitung:

1. Die Hühnerbrust in Würfel mit circa 2 cm Kantenlänge schneiden, in einer Pfanne scharf anbraten, salzen, pfeffern und beiseite stellen.

2. Die Zwiebeln, den Knoblauch und die Paprika bei reduzierter Hitze andünsten, anschließend den Reis, das Paprikapulver und den Safran unterrühren. Nach ein paar Minuten die Brühe zugeben, einmal aufkochen und salzen.

3. Für 15 Minuten bei 180 Grad in den Ofen stellen. Nach Ablauf dieser Zeit die Hühnerstücke und die Erbsen unterrühren, eventuell Flüssigkeit zugeben, für weitere 10 Minuten im Ofen garen.

4. Mit Zitronensaft abschmecken. Alternativ kann man es noch mit frisch geschnittenen Frühlingszwiebeln bestreuen, in unserem Fall Petersilie.

Köstlich 🙂

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Spinat-Ricotta Teigtaschen / Ravioli / Maultaschen

Der selbst gemachte Ricotta muss verbraucht werden. Was gibt es dafür besseres als Ravioli? Nun gut Ravioli ist vielleicht der falsche Ausdruck, bei der Größe die wir herstellen werden es eher Maultaschen.

Zutaten für den Teig

  • 250 g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 EL neutrales Öl
  • 60-80 ml Wasser

(aus: Hauswirtschaft. Mein erstes Buch über Ernährung und Haushalt, 241)

…für die Füllung

  • 40 g Semmelbrösel oder altes kleingeschnittenes Weißbrot
  • 300 g TK-Spinat, aufgetaut
  • 200 g Ricotta
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer, Muskat, 2 EL Olivenöl

(Ergibt 14 Teigtaschen)

Zubereitung:

1. Mit den Händen einen geschmeidigen Teig kneten und eine halbe Stunde, in einem feuchten Küchentuch eingewickelt, gehen lassen.

2. Den Spinat in kleine Stücke Hacken und in Olivenöl circa 5 Minuten anschwitzen und abkühlen lassen.

3. Die Eier verquirlen, mit Spinat, Semmelbröseln, Ricotta, Salz, Pfeffer und Muskat vermengen.

4. Den Teig dünn ausrollen.

5. Kreise ausstechen, mit Füllung belegen und die Enden zusammenlegen. Einfacher geht es mit dem Tupperware Klapp Mich! (auch Tupperware Teig-Falle). Einen Teigkreis ausstechen, in den Klapp Mich! legen, mit einem guten EL Füllung beglücken und feste zuklappen.

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6. In siedendem Wasser circa 12 Minuten ziehen lassen.

Am besten mit Nussbutter und Parmesan, Gran Padano oder herzhaftem Bergkäse servieren.

Karibischer Eintopf mit Okras und Kochbananen

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Tatsache: Manche Zutaten sind im normalen Supermarkt geradezu lächerlich teuer. Wenn 100 Gramm (!) Okraschoten im Billa für € 1,99 zu haben sind, und der Türkische Lebensmittelhändler um die Ecke ein halbes Kilo für € 1,50 hat, dann sollte man nicht zweimal überlegen sondern zugreifen. Und am besten noch eine Kochbanane dazu nehmen. Denn für das folgende leckere, wenn nicht sehr ansehnliche, Gericht, brauchen wir beides.

Zutaten:
  • 500 g Schweinefleisch, am besten Schopf [Schweinenacken] oder Schulter
  • 3 große Zwiebeln
  • 5 Knoblauchzehen
  • 400 ml Wasser
  • 1 Kochbanane (circa 300 g)
  • 300 g Okraschoten
  • 150 g Maiskörner
  • 1 Rote Paprika
  • 1 EL Mehl
  • 30 g gemahlener Koriander
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 TL Pfeffer
  • Salz, Schmalz

Zubereitung:

1. Fleisch in circa 1,5cm große Würfel schneiden. Zwiebeln und Knoblauch schälen und kleinschneiden. Die Paprika in kleine Würfel schneiden.
2. Die Kochbanane schälen und in ~ 3 mm dicke Scheiben schneiden. In Schmalz anbraten auf beiden Seiten anbraten und zur Seite stellen. Die Okraschoten im ganzen etwa 5 Minuten anschwitzen und ebenfalls zur Seite stellen. Wenn sie abgekühlt sind in mundgerechte Stücke schneiden.
3. Das Fleisch im restlichen Schmalz anrösten. Die Gewürze und das Mehl zugeben, kurz mitbraten und mit Wasser ablöschen. Die Zwiebeln und den Knoblauch hinzugeben und 45 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen.
4. Das übrige Gemüse zugeben und noch einmal 15 Minuten mitdünsten lassen. Am Ende sollte eine sämige Flüssigkeit entstehen, bedingt durch das Mehl und die Okraschoten. Mit Salz abschmecken.
Dazu passt am besten Reis.
(abgeändert aus: GUSTO 1/2015)

Selbst gemachter „Ricotta“

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In unregelmäßiger Abfolge präsentiert Tobias Müller in seiner Rubrik Gruß aus der Küche auf derstandard.at ungewöhnliche Zugangsweisen Nahrungsmittel zuzubereiten. Sei es mein persönlicher Favorit, das gepökelte Brathuhn, einer zunächst anstrengenden aber umso mehr lohnenden Form der Rührei-Zubereitung… am Ende hat man etwas Besonderes geschaffen.

Dieses mal ist es ein Sammelsurium aus do-it-yourself-Milchprodukten. Da ich es die Tage für Ravioli benötige, dachte ich mir ich versuche mich am Ricotta.

Was man dazu braucht:

  • 1/2 Liter Milch (im Blog wird dazu mehr gesagt, bei mir war es völlig normale Milch)
  • 18 ml einer Säure, hier weißer Balsamico
  • Messbecher, Thermometer, 1 Topf, Sieb, Küchenrolle/Geschirrtuch, etwas zum Rühren

Zubereitung:

1. Die Milch in einem Topf auf 75 Grad bringen, runter von der Herdplatte, die Säure einfügen und sanft Umrühren. Müller gibt keine Zeit an, eine halbe Minute hat aber zu einem guten Ergebnis geführt.

2. Das ganze eine Minute ziehen lassen und zusehen wie die Milch sich verwandelt.

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3. Den Topfinhalt langsam in ein Sieb gießen und ziehen lassen. Müller verlinkt dazu auf serious eats wo etwas genauer auf die Abtropf-Zeit eingegangen wird. Ich habe mich für die 15-Minuten-Variante entschieden, da ich es weiterverarbeiten will.

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                   Die „magere“ Ausbeute

Am Ende hat man 91 Gramm noch leicht warmen, Balsamico-süßlich schmeckenden Pseudo-Ricotta. Für Ravioli wird es wohl nicht annährend reichen, da ein paar Löffel schon pur verspeist wurden.

Fazit: Ob sich das finanziell lohnt – eher nein, angesichts der Menge. Und hat irgendjemand eine Verwendung für die „Molke“ die übrig bleibt?